Geburtstage – Zeiten, um Inne zu halten

Letzten Monat war mein Geburtstag. Immer wieder eine Zeit, um inne zu halten. Zurück zu blicken. Was hat sich verändert im letzten Jahr? Was wünsche ich mir fürs Nächste? Ich feiere nicht gerne in großen Runden. Als feinfühliger Mensch bin ich mehr damit beschäftigt in das Wohl der anderen hinein zu spüren, als mich zu feiern und feiern zu lassen. So suche ich mir jedes Jahr einen Ort aus, an den ich gerne für ein paar Tage verschwinden möchte. Mein Herzensmensch und Lebensgefährte darf mit!

In diesem Jahr habe ich meinen Geburtstag in Bristol verbracht.

Bristol ist die Stadt, die mich 1996 nach dem Abitur für ein soziales Jahr mit offenen Armen empfing. Ich liebe diese Stadt. Sie ist grün, schön, hat die perfekte Größe und das Meer ist nicht weit. Außerdem ist Bristol die Wiege des Trip-Hops. Massive Attack kommen von dort, Portishead ist nicht weit. Der Soundtrack meiner Jugend.

In Bristol fühlte ich mich zum ersten Mal richtig frei. Endlich die Enge der nordrhein westfälischen Kleinstadt hinter mir lassen. Und die Restriktionen des elterlichen Zusammenlebens.

 

Neues zu wagen befreit!

Ich lernte dort neue Sichtweisen kennen. Neue Arten das eigene Leben zu gestalten.

Für mich war es eine wertvolle Zeit. Und eine der Schönsten auf meiner bisherigen Lebensreise.

Ich fühlte mich zugehörig. Tat etwas Sinnvolles. Und außer bei der Arbeit gab es niemanden, der mir erzählen konnte, was ich zu tun und zu lassen hatte. Wie ich sein oder nicht sein sollte. Ich konnte mich neu erleben.

Zu Hause fühlte ich mich oft Fehl am Platz. Zu viel oder zu wenig. Auf dem Elitegymnasium unserer Stadt gehörte ich nicht dazu. Ich war zwar immer beliebt, bewundert für meine Individualität. Dafür, dass ich schon früh mein eigenes Geld verdiente und viele Freunde auf dem Konkurrenzgymnasium hatte. Mit 14 war ich Punk. Äußerlich rebellisch. Dennoch, zu meiner Herde war ich nicht zugehörig. Für mein Reptiliengehirn eine ständige Bedrohung.

Diese Erfahrung aufzubrechen und das Gegenteil zu erleben, hat mich innerlich ein Stück freier gemacht. Ich traute mir andere Dinge zu. Ging ein halbes Jahr auf Reisen in Südostasien und kehrte erst dann zum Studieren nach Deutschland zurück. Beim Warten auf den Studienbeginn zog ich wieder ins elterliche Heim ein. Schnell waren die alten Muster zurück. Was war passiert? Die gewohnte neuronale Autobahn war einfach größer und besser zu befahren als die wunderbare, verwinkelte, urige Straße, die ich während der 1,5 Jahre außerhalb Deutschlands erbaut hatte. Es wurde wieder schwieriger Neues zu wagen. Heute weiß ich: das ist trainierbar!

 

Wie ich zum Improtheater kam

Erst ein knappes viertel Jahrhundert später kam ich während meiner Ausbildung zur Präsenztrainerin für Stimme und Körpersprache mit Improvisationstheater in Berührung. Ich war begeistert und wollte mehr! Ich besuchte einen Schnupperkurs bei  frei.wild, geleitet von Jörg Zander. Die Energie, die Jörg in nur vier Stunden mit völlig fremden Menschen vieler Länder und Altersgruppen kreierte war phänomenal! Ich habe selten in vier Stunden so viel gelacht, während ich mich gleichzeitig außerhalb meiner Komfortzone aufhielt!

Bei einem anschließenden Kaffee in der Sonne wurde die Idee für unsere gemeinsamen Workshops „Impro meets Coaching“ geboren.

Jörg ist seit vielen Jahren Trainer und Schauspieler beim Improvisationstheater frei.wild Berlin. Neben unterschiedlichsten Unternehmen in Deutschland durfte er bereits an anderen Orten Europas Workshops zu den Themen Agilität und Persönlichkeitsentwicklung gegeben. In seinen Trainings bringt er die Teilnehmenden mit Hilfe der angewandten Improvisation dazu, spielerisch ihre eigene Haltung zu reflektieren. Mittlerweile habe ich auch noch andere Improkurse besucht und gestehe: ich bin glücklich ausgerechnet Jörg an meiner Seite zu wissen.

Nun, ein Jahr später ist es soweit! Wir starten unsere Workshopreihe „Impro meets Coaching am 19.10. in Berlin Tempelhof. (Wenn du zu dem Termin nicht kannst, gibt es am 30.11. den gleichen Workshop nochmal.)

Bei unserem ersten Workshop „Richtig verbunden ?! Du hast die Wahl!“, geht es um die Verbindung zu dir selbst.

Die Verbindung zu dir Selbst ist der erste Schritt

Denn die Verbindung zu dir Selbst ist der erste Schritt auf deinem Weg in die innere und äußere Freiheit. Dich dabei zu begleiten ist mein größtes Anliegen als Coach, Mediatorin und Präsenztrainerin. Wenn du dich in deinen Beziehungen immer wieder in den gleichen Blockaden, Verstrickungen und Konflikten wiederfindest, helfe ich dir dabei, die tiefere Ursache für diese zu verstehen. Das kann die Beziehung zu dir selbst sein, deine Liebesbeziehung, Beziehungen zu Kollegen, Vorgesetzten oder Kooperationspartnern. Und Konflikte in deiner Familie oder Wahlfamilie.

Am besten gelingt dies, wenn alle Beteiligten anwesend sind!

 

Der erste Schritt für jeden ist immer zu erkennen wer du bist!

  • Was ist deine Geschichte?
  • Was bringst du mit?
  • Was bedient wie ein langer Arm aus der Vergangenheit deine heutige Schaltzentrale?
  • Was triggert dich immer wieder und warum?
  • Wo projizierst du auf dein Gegenüber, was eigentlich zu dir gehört?
  • Ich unterstütze dich dabei Licht in deinem Keller anzuknipsen und zu integrieren, was noch im Verborgenen liegt.

 

Der nächste Schritt ist deiner inneren Stimme, deiner Intuition zu folgen. Denn so bekommst du Zugang zu deinen Bedürfnissen und Herzenswünschen. Du musst nicht mehr im Außen suchen, nach Rat fragen. Denn alle Antworten sind in dir!

Um anschließend wirklich frei zu sein, darfst du lernen deiner inneren Wahrheit eine äußere Stimme zu verleihen. Deine ganz eigene Präsenz zu entwickeln und mutig für dich  einzustehen. Jeden Tag aufs Neue. Und das funktioniert nicht, ohne unbekannte Wege zu beschreiten. Dich auszuprobieren. Dein  Handlungsrepertoire zu erweitern.

Und das braucht Übung Übung Übung.

 

Warum ich das Improtheater liebe!

Daher liebe ich das Improtheater so! Denn hier tut man genau dies: Immer wieder Neues ausprobieren.

Improtheater zusammengefasst ist nichts anderes als:

  • Die Kunst der Wahrnehmung
  • Die Kunst des Loslassens
  • Ein Angebot, das man dir macht zu nutzen und einfach zu handeln.
  • UND deinen Partner gut aussehen zu lassen!

 

All das brauchst du, wenn du Neues in deinem Leben begrüßen willst.

  • Wahrnehmen, wenn die alten Muster wieder zuschlagen.
  • Diese loslassen.
  • Das Angebot, dass dir das Leben oder deine Coach 😉 macht einfach mal anzunehmen und mutig zu handeln.
  • UND dabei nicht auf dem Egotrip unterwegs zu sein, sondern ein wertschätzendes Miteinander zu gestalten.

Das alles trainieren wir in unserem Workshop. Bis wir uns die Bäuche vor lachen halten. Denn wenn wir unbekanntes Terrain beschreiten, können wir uns nicht sicher und souverän verhalten. Und das kann komisch sein. Für uns und die, die uns dabei zuschauen. Das ist ganz normal. Und auch der Grund, warum wir es so oft lassen. Denn Schwäche zu zeigen ist in unserer von Wettbewerb und Profitmaximierung geprägten Gesellschaft nicht gefragt.

 

Lerne loszulassen und du bist der Freiheit einen Schritt näher

Wenn wir aber lernen Kontrolle und Scham loszulassen und uns verletzlich zeigen, dann werden wir frei. Wenn Perfektionismus und Angst vor Peinlichkeiten nicht mehr unser Leben bestimmen, kann uns nichts passieren.

Wir sind sicher.

In uns selbst!

Dies alles in einer Gruppe wildfremder Menschen zu tun, die alle im gleichen Boot sitzen, schafft Verbundenheit. Und ist eine große Chance für den Transfer in unseren Alltag.

Denn im Alleingang können wir uns leichter zu neuen Ufern aufschwingen. Wenn wir aber in unser jeweiliges System zurückkehren, ob Partnerschaft, Familie, Freunde oder Kollegen und das neu Erlernte nicht auf Gegenliebe stößt, sind wir schnell wieder zurück im alten Brei.

Wie Friedrich Rückert sagte: „Nur über die Begegnung mit anderen Menschen ist es möglich zu neuen Ufern zu gelangen.“

 

Trainiere deine Selbstwirksamkeit

An unserem Tagesworkshop werden wir natürlich keine Berge versetzen. Aber hineinschnuppern in ein neues Gefühl. In deine Selbstwirksamkeit. Einfluss zu nehmen auf  dein eigenes Handeln. Eine andere Haltung auszuprobieren. Deinen Geist zu öffnen und deinen Körper mitzunehmen. Diese Erfahrung einmal gemacht, ist abgespeichert. Und kann erneut angezapft werden. Und je öfter du sie anzapfst, desto schneller wird eine neue Gewohnheit daraus.

 

Apropos Körper: Ich habe nun bereits zwei intensive Wochenenden meiner frisch begonnenen Ausbildung zur integrativen Körperpsychotherapeutin genossen. Ich merke schon jetzt, wie meine Arbeit sich verändert. Es geht nicht darum noch eine Methode zu erlernen. Noch ein Zertifikat an die Wand zu hängen. Es geht um Reduktion. Fokus. Auf das Wesentliche. Du und deine Kernbedürfnisse. Und wo diese verletzt werden. Und wie du dich immer wieder, Tag für Tag neu ins Lot bringst.

Ich bin sehr dankbar für dieses Geschenk, dass ich mir mit dieser Ausbildung gemacht habe. Und gebe euch alles, was ich dort erfahre weiter.

 

Jörg und ich – Yang und Yin.

Jörg und ich sind in unserem Workshop wie das ganz klassische Yang und Yin. Und obwohl wir beide auch die jeweils andere Energie in uns haben, ist es in unserer Zusammenarbeit doch zu spüren, dass Jörg für die Bewegung, die Aktion steht. Und ich für das Innehalten, hinein spüren, dich mit deiner inneren Stimme zu verbinden und Antworten auf lang gestellte Fragen zu finden. Es wird leicht und lustig und gleichzeitig geht es auch in die Tiefe. So kann Transformation beginnen.

Und wenn du den Gruppenkontext scheust, dann stehe ich dir gerne auch im Einzelcoaching, Präsenz – und Stimmtraining oder im Beziehungscoaching bzw. mit Mediation zu Seite.

Wenn du noch Fragen hast, scheue dich nicht und schreib mir eine Email an post@janamickel.de

Wenn nicht klicke einfach hier und melde dich zum Workshop an!

Ich freue mich von Herzen auf Dich! Und Jörg sich natürlich auch!

Alles Liebe

Deine Jana